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EQ - emotionalen Intelligenz
16-01-2015

Seit vielen Jahren hören wir von der Überlegenheit der als EQ bezeichneten emotionalen Intelligenz über die sog. akademische Intelligenz, bzw. den berühmten IQ.  Seitdem die ersten Nachrichten darüber erschienen sind, dass der IQ allein keinen Erfolg im Leben garantiert, sondern eine hoch entwickelte emotionale Intelligenz, haben viele Psychologen Untersuchungen angestellt und arbeiten weiterhin daran, um diese These zu bestätigen.

Worum handelt es sich also bei dieser berühmten emotionalen Intelligenz? Einfach ausgedrückt handelt es sich um die Fähigkeit, seine Kompetenzen und sein Potential bei der elastischen und erfolgreichen Bewältigung von Problemen einzusetzen. 

Einer der berühmtesten Forscher auf diesem Gebiet ist der Psychologe Daniel Goleman, Autor vieler Bücher und Veröffentlichungen über die emotionale Intelligenz. Goleman hat das Schicksal von Harvard-Absolventen beobachtet und dabei festgestellt, dass nicht diejenigen mit guten Noten und einem hohen Intelligenzquotienten Erfolge im beruflichen und privaten Leben zu verzeichnen haben, sondern diejenigen, die in der Lage sind, mithilfe ihrer Emotionen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu nutzen.               

Goleman hat die emotionale Intelligenz als die Fähigkeit bezeichnet, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, sich selbst zu motivieren und sowohl unsere eigenen Emotionen als auch die anderer Personen, zu denen wir irgendeine Bindung haben, zu lenken (Goleman, 1995).

Was bedeutet dies in der Praxis und welche Vorteile kann man aus der Entwicklung der emotionalen Intelligenz ziehen?

Bei der emotionalen Intelligenz kann in drei Kompetenzen unterschieden werden:

1.       Psychologische Kompetenzen garantieren die Fähigkeit, eine Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Hier spielen solche Fähigkeiten eine Rolle, wie Selbstverständnis, Selbstbeurteilung und Selbstkontrolle. Personen, die über diese Kompetenzen verfügen:

·         Sind sich ihrer starken und schwachen Seiten bewusst und sind in der Lage, dieses Wissen für das Erreichen von Erfolgen einzusetzen.

·         Analysieren ihre Erfahrungen und ziehen daraus Schlüsse für die Zukunft

·         Sind offen für Rückmeldungen und akzeptieren die Meinung anderer, selbst wenn diese von der eigenen abweicht

·         Sind in der Lage, mit einem gewissen Abstand sich selbst zu betrachten

·         Sind bereit, sich ständig weiterzuentwickeln und zu lernen

·         Übernehmen die Verantwortung für das Erreichen eigener Ziele

·         Weisen eine positive Einstellung auf und sind in der Lage, in schwierigen Zeiten mit solchen Gefühlen umzugehen, wie Unruhe oder Wut.

 

2.       Soziale Kompetenzen, dank derer wir in der Lage sind, gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Von wesentlicher Bedeutung sind hier Empathie und Assertivität. Personen, die über diese Kompetenzen verfügen:

·         Sind in der Lage anderen zuzuhören und deren Gefühle, Bedürfnisse und Werte zu lesen.

·         Zeigen Sensibilität in zwischenmenschlichen Beziehungen und sind in der Lage, sich in den Standpunkt anderer hineinzuversetzen

·         Sind darauf eingestellt, Anderen zu helfen und zu unterstützen und zeigen Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Lösung von Konflikten

·         Sind in der Lage, gute Beziehungen mit Anderen aufzubauen und aufrechtzuerhalten

·         Bringen offen ihre Meinung zum Ausdruck und zeigen Gefühle, wobei sie jedoch nicht die Rechte und das psychische Territorium Anderer verletzen

3.       (Praxeologische) Handlungskompetenzen, die unsere Einstellung zur Umsetzung der uns anvertrauten Aufgaben und Herausforderungen festlegen  Die Handlungsbereitschaft wird u. a. durch Motivation, Adaptationsfähigkeiten und Gewissenhaftigkeit beeinflusst. Personen, die über diese Kompetenzen verfügen:

·         Sind bereit, Risiko zu übernehmen, stecken sich ehrgeizige Ziele und sind auf das Erreichen guter Ergebnisse eingestellt

·         Streben trotz Rückschlägen das Ziel an

·         Sind in der Lage, sich an das Umfeld anzupassen, und kommen in einem dynamischen Umfeld zurecht

·         Treffen auch unter Stresseinfluss Entscheidungen

·         Übernehmen die Verantwortung für Aufgaben und sind konsequent bei deren Umsetzung

* Beispiel emotionale Intelligenz in der Praxis:

Ein Beispiel für das Vorhandensein von sowohl psychologischen als auch sozialen Kompetenzen ist die Verwendung des Kommunikats vom Typ "ICH" anstelle des Kommunikats "DU". Bei Gesprächen mit einer anderen Person, insbesondere über für uns wichtige Themen, bewerten, kritisieren oder beurteilen wir diese oft, was zu Abwehrreaktionen oder Aggressionen führen kann. Dies ist bereits der erste Schritt zur Entstehung von Konflikten.

Bei der Übermittlung von Informationen empfiehlt es sich, sich auf die eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu konzentrieren und über diese im Kontext der vorliegenden Situation zu sprechen, wodurch die Bewertung und Kritisierung Anderer vermieden werden kann.

Beschreibung meiner Gefühle

 

Verhalten der zweiten Person

 

Konsequenzen für mich

 

Meine Erwartungen

Beispiel:

Kommunikat vom Typ DU:  Du kommst ständig mit dem Bericht zu spät!

Kommunikat vom Typ ICH:  Es stressen mich Situationen, in denen ich auf Deinen Bericht warten muss und der Termin bereits abgelaufen ist. Ich kann dadurch meine Aufgaben nicht rechtzeitig erledigen. Ich möchte, dass Du mir in Zukunft den Bericht pünktlich zukommen lässt.

Einfach? Am Anfang sicherlich nicht. Aber es ist schließlich nicht erst seit heute bekannt, dass alles was eingeübt und wiederholt wird, in Fleisch und Blut übergeht und zu einer natürlichen Verhaltensweise von uns wird.  Und zum Schluss eine gute Nachricht: Kompetenzen, die zur emotionalen Intelligenz beitragen, sind nicht angeboren. Man kann sie das ganze Leben über entwickeln, wobei man auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann, aber auch an sich arbeiten muss.

Es lohnt sich gewiss, dieses Thema zu vertiefen, denn die emotionale Intelligenz hilft uns schließlich dabei, Erfolge zu erzielen.

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